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Detroit Lions

  • Draft Recap 2021

    Unsere Einschätzung

    Die Bewertung der 2021 Draftclass der Detroit Lions wird in den nächsten Jahren vor allem im Kontext der Entscheidungen gesehen werden müssen, die nicht getroffen wurden. In der ersten Runde entschied man sich dagegen einen möglichen Franchisequarterback zu draften. Obwohl man an Position 7 die Chance hatte Justin Fields (an 11 zu den Bears) oder Mac Jones (an 15 zu den Patriots) ins Team zu holen, wählte das Team einen anderen Weg. Coach Campbell und GM Holmes entschieden sich für Tackle Penei Sewell, den wohl besten Offensive Lineman des Drafts. Der Samoaner bringt exzellentes Second-Level Blocking und ausgezeichnete Körperkontrolle mit und sollte von Beginn an gesetzt sein. Mit der Entscheidung gegen einen Rookie Quarterback bewies das Front Office darüber hinaus, dass die vor ein paar Wochen getätigten Aussagen „Goff zum Starter zu machen“ der Wahrheit entsprechen. Jared Goff wird Matthew Stafford in 2021 ersetzen müssen, mit Sewell bekommt er nun weiteren Schutz vor Verteidigern.

    In der zweiten Runde wechselte der Fokus auf die andere Seite der Trenches, denn mit Pick 41 wurde Levi Onwuzurike nach Motown geholt. Nach Holmes Aussagen wollte man bei den Lions sogar hoch traden, um den Defensive Tackle verpflichten zu können. Glücklicherweise kamen die Tradegespräche nicht zu einem Abschluss und der Spieler fiel weit genug. Onwuzurike besitzt die physischen Fähigkeiten sowohl One-Gap als auch Two-Gap spielen zu können und verfügt über genug Athletik, um dabei konstante Gefahr im Pass-Rush auszustrahlen.

    In Runde 3 konnten mit Alim McNeill und Ifeatu Melifonwu ein weiterer Defensiv Tackle und ein Cornerback gedrafted werden. Trotz der gleichen Positionsbeschreibung haben McNeill und Onwuzurike wenig gemeinsam. Ersterer empfiehlt sich trotz seiner Collegeerfahrung als Two-Gap Spieler vor allem als One-Gap Defensive Tackle in der NFL. In Detroit setzt man große Hoffnungen darauf, dass mit den beiden Defensive Tackles die Baustellen in der Defensive Line geschlossen werden können. Sollte sich dieser Wunsch erfüllen, könnte in den wichtigen Drafts 2022 und 2023 ein anderer Fokus gesetzt werden. Auch Ifeatu Melifonwu traut man zu, in der gebeutelten Defensive der Lions bereits dieses Jahr Ausrufezeichen setzen zu können. Der Corner zeigt bereits gute Ansätze in Press Coverage und spielt sehr aggressiv gegen den run. Melifonwu könnte schnell zur Backfield Rotation gehören.

    Die vierte Runde des NFL Drafts brachte den Lions einen Doppelpick an Position 112 und 113 ein. Mit Amon-Ra St. Brown und Derrick Barnes wurden Spieler für zwei der verbleibenden Großbaustellen im Kader gezogen. Der austrainierte St.Brown findet ein Receiver Depth Chart vor, welches ihm alle Möglichkeiten bietet, bereits in seiner ersten Saison auf eine nennenswerte Anzahl an snaps zu kommen. Gleiches gilt für Barnes, welcher in Purdue sowohl als Edge Rusher und Stacked Linebacker eingesetzt wurde. Als physischer Box Defender sollte er die underperformer Jalen Reeves-Maybin oder Jahlani Tavai ausstechen können und somit ebenfalls bereits früh zu ersten Snaps kommen.

    Den letzten Spieler im Draft konnten die Lions an Position 257 in Runde 7 ins Team holen. Running Back Jermar Jefferson spielte als I-back im Zone Scheme der Oregon State Bevers und bringt zumindest die passenden Maße für einen NFL-Back mit. In einem Backfield, welches mit D’Andre Swift und Jamaal Williams bereits ausreichend gut besetzt ist, steht jedoch eher der Kampf um eine komplementäre Rolle im Vordergrund. Durch die Entlassung von Kerryon Johnson sollte aber zumindest ein Kaderplatz sicher sein.

    Nach Ende des NFL Drafts konnten die Detroit Lions eine Reihe von Undrafted Free Agents von einem Verbleib in Michigan überzeugen. Begründet durch, dass offene Depth Chart auf der Wide Receiver-Position zog es die Contested Catch-Spezialisten Jonathan Adams (Arkansas State) und Sage Surratt (Wake Forest) nach Detroit. Beide werden mit Victor Bolden, Damion Ratley und Geronimo Allison um einen Platz im finalen Kader kämpfen. Die Chancen stehen bei dieser Konkurrenz also nicht schlecht, zumindest einen der beiden in baldigen NFL Spielen beobachten zu können.

    Draftpicks*

    1.7
    Penei Sewell
    7.30
    Jermar Jefferson

    Teamneeds nach dem Draft

    Post-Draft Pre-Draft
    RDE
    DT
    LDE
    WILL
    MIKE
    SAM
    RCB
    LCB
    SCB
    SS
    FS
    LWR
    LT
    LG
    OC
    RG
    RT
    TE
    RWR
    QB
    RB
    SWR
    Legende: Primärer Need; Sekundärer Need; Depth Need; Kein Need
  • Free Agency Recap

    Nach der Saison 2020 stehen die Detroit Lions vor einem Trümmerhaufen. Das „Patriots“-Experiment unter den Belichick-Schützlingen Patricia und Quinn endete mit einer historisch schlechten Defensive und der Gewissheit wieder einmal bei null anfangen zu müssen. Der Umbruch startete bereits vor Beginn der eigentlichen Free Agent-Periode mit dem Trade von Matthew Stafford. Der Fanliebling wechselte für Draftpicks und den in Los Angeles in Ungnade gefallenen Jared Goff das Team. Es folgte der Verlust sämtlicher relevanter Wide Receiver (Agnew, Amendola, Golladay und Jones), sowie einiger Starter auf anderen Positionen. Zu den Spielern, die in anderen Mannschaften den Makel der Saison 2020 vergessen machen könnten gehören: Justin Coleman (Miami Dolphins), Desmond Trufant (Chicago Bears), Reggie Ragland (New York Giants) und Matt Prater (Arizona Cardinals).

    Zumindest teilweise ersetzt wurden diese Abgänge bisher durch Michael Brockers (DT), Quinton Dunbar (CB), Charles Harris (DE), Breshad Perriman (WR), Jamaal Williams (RB) und Tyrell Williams (WR). Außerdem konnten der erstaunlich effektive Romeo Okwara (10 Sacks in 2020) sowie die Special Teams-Asse Jalen Reeves-Maybin (LB) und Mike Ford (CB) gehalten werden. Dem Beginn eines mehrjährigen Rebuilds entsprechend, blieb man in der Free Agency, abseits vom Stafford-Trade, verhältnismäßig ruhig. Der Kader hat auf fast jeder Position große Baustellen, die in den kommenden Drafts abgearbeitet werden müssen. Daher erscheint ein Trade raus aus der Draftposition 7, für mehr Kapital in der Zukunft durchaus realistisch. Wenn ein solcher Handel nicht zustande kommt, ist zumindest in der ersten Runde fast alles möglich. Sollte ein favorisiertes QB-Talent fallen, könnte sogar versucht werden Staffords Erben hinter dem Truchsess Goff aufzubauen. Ebenso realistisch ist jedoch die Wahl eines Wide Receivers oder Linebackers.

    Teamneeds vor dem Draft 2021

    RDT
    LDT
    RDE
    LDE
    WILL
    MIKE
    SAM
    RCB
    LCB
    SS
    FS
    LWR
    LT
    LG
    OC
    RG
    RT
    TE
    RWR
    QB
    RB
    SWR
    Legende: Primärer Need; Sekundärer Need; Depth Need; Kein Need

    Teamfits für die Detroit Lions

    Primäre Needs

    SpielerCollegeGrade
    Ja’Marr Chase, WRLSU1.3
    DeVonta Smith, WRAlabama1.5
    Jaylen Waddle, WRAlabama1.5
    Alijah Vera-Tucker, OGUSC1.7
    Rashod Bateman, WRMinnesota1.8
    Jamin Davis, LBKentucky Wildcats2
    Elijah Moore, WROle Miss2.2
    Kadarius Toney, WRFlorida2.5
    Amari Rodgers, WRClemson2.7
    Terrace Marshall Jr., WRLSU2.8
    Seth Williams, WRAuburn3.4
    D’Wayne Eskridge, WRWestern Michigan3.4
    Nico Collins, WRMichigan3.5
    Jaelon Darden, WRNorth Texas3.8
    Dyami Brown, WRNorth Carolina3.9
    Trevon Grimes, WRFlorida4.4
    Tutu Atwell, WRLouisville4.5
    Amon-Ra St. Brown, WRUSC4.5
    Anthony Schwartz, WRAuburn4.6
    Simi Fehoko, WRStanford Cardinal5

    Sekundäre Needs

    SpielerCollegeGrade

    Depth Needs

    SpielerCollegeGrade