Logo der Green Bay Packers

Green Bay Packers

  • Draftreview 2020

    Einschätzung

    Die Packers haben seit Jahren einen großen Need bei den Receivern (abseits von Adams). Dieses Jahr schien endlich die Möglichkeit, nach 15 Jahren auch mal wieder in der ersten Runde eine Offensive Waffe zu Draften und damit die Chancen auf einen erneuten, tiefen Playoff Run zu erhöhen. Aaron Rodgers hätte sich bestimmt gefreut. Statt dessen gab es eine Ansage aus dem Front Office, die bei den Fans für Frust und bei den Experten für Ratlosigkeit sorgte.

    In der ersten Runde tradeten die Packers nach oben um sich mit Jordan Love das vielleicht größte Boom or Bust QB Talent im Draft zu holen. Kein Year 1 Starter, aber einiges an Potential. Sofort wurden Parallelen zu Rodgers eigenem Draft gezogen. Das „Problem“ ist nur, dass dieser die nächsten Jahre auch noch in Green Bay sein wird – wenn man nicht eine Tonne an Dead Cap mitschleppen will. Die QB Situation in Green Bay wird also mindestens die nächsten zwei Jahre spannend sein (für Love übrigens ein riesen Vorteil).

    In der zweiten Runde der nächste Schocker – Running Back AJ Dillon kommt und stellt sich mindestens hinter Aaron Jones, aber vllt auch hinter Jamaal Williams, an. Okay, beide werden nächstes Jahr Free Agent und vielleicht will man sie nicht bezahlen (gerade Jones könnte teuer werden). Aber Dillon fühlt sich dann doch wie ein riesen Reach an. Aber die Richtung für den weiteren Draft war vorgegeben – es geht um das Run Game.

    So folgte in der dritten Runde mit Josiah Deguara ein Tight End, der sofort als Full Back Deklariert wurde. Eine Position, die in der heutigen NFL vielleicht überhaupt nur von einer Hand voll Teams werden würde. Aber in der dritten Runde?

    Inside Linebacker ist vielleicht die größte Baustelle in der Packers Defense gewesen. In der fünften Runde wurde mit Kamal Martin ein Spieler gewählt, der um den Starting Spot neben FA Verpflichtung Kirksey kämpfen kann.

    Die sechste Runde stand dann ganz im Zeichen der O-Line. Guard Jon Runyan, Center Jake Hanson und Guard Simon Stepaniak sollen um einen Roster Spot kämpfen. Dabei wäre wohl ein Right Tackle eine sinnvollere Verstärkung gewesen, da die Packers bei der interior Line ganz gut aufgestellt sind. Aber vielleicht werden hier schon Pläne zu den auslaufenden Verträgen in der nächsten Offseason gemacht.

    In der siebten Runde folgten mit Vernon Scott noch ein DB und mit Jonathan Garvin ein Pass Rusher.

    Alles in allem bleibt die Enttäuschung darüber, überhaupt keinen Receiver gedraftet zu haben, auch wenn Matt LaFleur seinem Receiving Corps zu vertrauen scheint. Das letztjährige, bereits etwas überraschende, Conference Final scheint aber dennoch eher unwahrscheinlich in 2020. Die Packers laufen Gefahr, eines der größten QB Talente der jüngeren NFL Geschichte zu verschwenden – denn so langsam läuft die Zeit von Rodgers ab.

    Draftpicks*

    1.26
    Jordan Love
  • Teamneeds vor dem Draft 2020

    Primärer NeedSekundärer NeedDepth NeedKein Need
    WR, CB, LBTE, OT, S, IDL, EdgeIOLQB

    Teamfits für die Green Bay Packers

    Donovan Peoples-Jones

    Donovan Peoples-Jones kommt von Michigan State und spielte dort in einer unterdurchschnittlichen Passing-Offense. Zwischen 2017 und 2019 gab es keinen 1.000 Yard Receiver und trotzdem konnte sich „DPJ“ nicht behaupten. Zwar wurde er 2019 durch eine Leistenverletzung etwas ausgebremst, musste sich aber auch in den Jahren zuvor schon hinter Nico...

    Tyler Johnson

    Tyler Johnson entschied sich 2019 dazu, seine Senior Season bei Minnesota zu spielen und kommt so auf insgesamt vier Jahre am College. In dieser Zeit konnte er beeindruckende Zahlen auflegen und verdammt viele Schulrekorde aufstellen. Dabei spielte er ab seiner Sophomore Season eine tragende Rolle in der Gophers Offense und...

    Antonio Gandy-Golden

    Antonio Gandy-Golden hatte nach seiner Freshman Saison 3 sehr starke Jahre mit jeweils über 1000 Receiving Yards auf der Haben-Seite. Doch auch in seiner Freshman Season war er fester Bestandteil des Teams, einzig die Produktion, was bei einem Freshman relativ normal ist, sollte noch nicht auf dem Level der darauffolgenden...

    Brycen Hopkins

    Brycen Hopkins, Tight End. Sohn des ehemaligen Titans/Oilers Oliner Brad Hopkins. Geboren in Nashville, Tennessee, wo er auch zur High School ging. Als 5th-Year Senior wagt Hopkins nun den Sprung über den NFL Draft in die NFL. Sein erstes Jahr auf dem College verbrachte er als Redshirt. In den weiteren...

    Chase Claypool

    Notre Dame Tight End Chase Claypool kann auf eine vierjährige College Karriere zurückblicken… Moment… Claypool spielt ja Wide Receiver. Und das mit der Physis? Das schauen wir uns doch mal genauer an. Zunächst erstmal etwas aus seiner Biografie: Claypool kam im Jahr 2016 nach Indiana um für Notre Dame zu...

    KJ Hamler

    KJ Hammler kommt aus der Penn State Talentschmiede, aus der kürzlich Saquon Barkley, Mike Gesicki und Miles Sanders in die NFL kamen. Er verpasste sein Junior Jahr auf Grund der Nachwirkungen eines Kreuzbandrisses, von dem im weiteren Verlauf seiner College Karriere aber nichts zu merken war. Im ersten Jahr übernahm...

    Laviska Shenault Jr.

    Laviska Shenault kommt als spannendes Talent vom Pac-12 College Colorado und hat vermutlich eine der bewegendsten Hintergrundgeschichten dieser Draftklasse. Sein Vater verstarb nämlich 2009 bei einem tragischen Autounfall bei einer Reise der sieben-köpfigen Familie. Seitdem hat sich Laviska Jr. nicht mehr die Haare geschnitten und trägt seine Dreadlocks zu Ehren...

    Michael Pittman Jr.

    Michael Pittman Jr., Sohn des ehemaligen NFL Running Backs Michael Pittman, reihte sich bei USC in eine Liste mit prominenten Receivern ein. Namen wie Marqise Lee, JuJu Smith-Schuster, Robert Woods, Mike Williams und Nelson Agholor sind in in der All-Time Receiving Liste zu finden. Auch wenn Pittmans Production nur für...

    Brandon Aiyuk

    Brandon Aiyuk begann seine College Karriere 2016 am Sierra College und transferierte nach zwei Jahren zu Arizona State. Er schlug unter anderem Angebote von Alabama und Tennessee aus – die ihn nur als Return Specialist oder Cornerback einsetzten wollten – um weiterhin Wide Receiver spielen zu können. In seiner ersten...

    Justin Jefferson

    Justin Jefferson verbrachte seine Zeit am College mit keinem geringeren als Joe Burrow als Ballverteiler. Auch wenn er in seiner Freshman Saison 2017 quasi keine Rolle bei LSU spielte, konnte er 2018 bereits überzeugen. In einer damals noch nicht ganz so spektakulären Offense zeigte er bereits sein Potential, welches er...

    Jalen Reagor

    Jalen Reagor, die Nummer 1 von der TCU, hat sich zum NFL Draft 2020 angemeldet. In Texas war er nicht mit ähnlich talentierten Kollegen, wie in Alabama, Clemson oder Louisiana State gesegnet, dafür rief er ganz ordentliche Punktzahlen auf Tableaut. In seiner ersten Saison an der TCU (2017) war er...

    Henry Ruggs III

    Das nächste Telent aus der Alabama Talentschmiede ist Henry Ruggs. Der relativ kleine aber unfassbar schnelle Receiver spielte zwar immer nur die dritte Geige im Receiving Game der Crimson Tide, kommt aber mit einem riesigen Big Play Potential  in den Draft. Als 2019 die Ole Miss WR Combo aus AJ...