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Pittsburg Steelers

  • Draftreview 2020

    Einschätzung

    Die Steelers kommen aus einer schwierigen Saison. Nach dem frühen Saisonaus von Big Ben hatte man wenigstens die Chance, die jungen QBs im Roster zu testen. Allerdings muss man wohl sagen, dass da kein künftiger Franchise QB dabei ist. Somit muss die mittelfristige Zukunft der Suche nach einem Nachfolger des langjährigen Starters gewidmet werden. Mittelfristig, da der diesjährige 1st Round Pick nach Florida zu den Dolphins ging, um Safety Mika Fitzpatrick zu holen. Dieser Trade zahlte sich schnell aus und macht die Steelers Defense zu einer der best besetztesten der Liga.

    So war es auch die Offense, die im Mittelpunkt des Drafts stand. In Runde zwei wurde mit Chase Claypool ein nomineller WR gepickt, der bei vielen aber auch die Upside als Tight End mitbringt. Auf jeden Fall ist claypool die neueste Waffe im eh schon sehr jungen Arsenal. Allerdings wurde schon angedeutet, dass JuJu das Team 2021 verlassen könnte und somit ein Roster Spot vakant wäre. Ein Receiver war vielleicht nicht der primäre Need, aber Tiefe brauchten sie auf jeden Fall.

    In Runde drei wurde mit EDGE Rusher Alex Highsmith Tiefe geholt. Allerdings spielt Bud Dupree „nur“ unter dem Franchise Tag und könnte ebenfalls 2021 das Franchise wechseln. Eigentliche ideale Umstände für einen Rookie – ein Jahr hinter den Veterans lernen und dann übernehmen.

    Running Back Anthony McFarland in Runde vier kam dann etwas früh, wenn auch Tiefe bei den RBs gebraucht wurde. McFarland hat aber das Zeug zum Backup von Conner – und der ist sehr verletzungsanfällig. Es könnte also durchaus sein, dass wir McFarland bereits 2020 häufiger auf dem Feld sehen werden.

    Die Steelers haben zwar eine der besseren O-Lines in der Liga, mussten aber das Karriere Ende von Ramon Foster und den Abgang von BJ Finnley kompensieren. Also reagierten sie auch im Draft und pickten in der fünften Runde OG Kevin Dotson. Der wird sich im ersten Jahr hinter Neuverpflichtung Wisniewski und Starter DeCastro anstellen müssen, könnte langfristig aber interessant werden. (Dotson war übrigens der erste Spieler im Draft, der nicht zum Combine eingeladen war.)

    In der sechsten Runde bekam die Secondary noch Unterstützung. Mit Safety Antoine Brooks kommt weitere Tiefe in das Roster, die auch Versatilität mitbringt. Brooks kann in der Defense (fast) überall eingesetzt werden und ermöglicht sicherlich spannende Sub-Package Varianten.

    Zum Abschluss des Drafts wurde mit Carlos Davis noch ein Interior D-Liner gedraftet. Zugegeben, ein guter Tackle würde den Steelers gut tun. Ob sie den nun in der siebten Runde gefunden haben darf aber bezweifelt werden. Aber Davis sollte reelle Chancen haben, zumindest um den Starting Spot zu kämpfen.

    Die Steelers waren in der komfortablen Situation, nur wenige, wichtige Position Needs zu haben. Sie konnten viel auf Tiefe gehen und mehr oder weniger den „best player available“ picken. Das ist zwar nicht wirklich gelungen, aber es waren keine Picks, die einem Fan Sorge machen sollten. Insgesamt ein solider Draft, der sich vermutlich eher langfristig auszahlen wird.

    Draftpicks*

    2.17
    Chase Claypool
    4.18
  • Teamneeds vor dem Draft 2020

    Primärer NeedSekundärer NeedDepth NeedKein Need
    IDL, EdgeQB, WR, OL, CBLB, IOL, S, RB

    Teamfits für die Pittsburg Steelers

    Javon Leake

    Javon Leake bildete bei Maryland gemeinsam mit Anthony McFarland Jr. das Running Back Tandem. Bis zu seinem Junior Year kam Leake nicht über die Backup Rolle hinaus, konnte dann 2019 aber die meisten Rushing Yards für sein Team erzielen. Außerdem war sein Rushing Yards/Attempt Schnitt 2019 mit 7.2 der höhste...

    Jacob Eason

    Jacob Eason spielte bis 2017 noch bei Georgia, wurde dort aber auf Grund einer Knieverletzung von Jake Fromm ersetzt und konnte sich seinen Stammplatz nicht zurückholen. Somit transferierte er zu Washington, weshalb er 2018 aussetzen musste. Dort spielte er hinter einer O-Line, die ihm regelmäßig die Zeit gab, seine Stärken...

    Darrynton Evans

    Darrynton Evans kommt vom Sun Belt College Appalachian State. Das bedeutet, dass er weder mit den besten Spielern zusammen oder gegeneinander gespielt hat. Dennoch mischte er die Conference in den letzten Jahren ordentlich auf.  Nachdem er seine Sophomore Season auf Grund einer Knieverletzung reshirtete, konnte er 2018 und 2019 über...

    Denzel Mims

    Denzel Mims geht mit einem sehr athletischen Profil in den Draft. Während seiner Highschool Zeit wurde er neben Receiver auch als Safety eingesetzt, hat aber auch Basketball gespielt und war ebenfalls ein Sprinter. Mims spielte vier Jahre bei Baylor und legte in dieser Zeit überdurchschnittliche Production Stats auf – darunter...

    Jalen Hurts

    Mit Jalen Hurts kommt ein ein Spieler in den 2020er Draft, der häufig mit Lamar Jackson verglichen wird – und zu was dieser in der Lage ist, haben wir 2019 gesehen. Schaut man auf seine Total Stats, scheint der Vergleich nicht total abwegig. 43 total rushing Touchdowns, über 3.200 rushing...

    Cam Akers

    Cam Akers spielte im sonningen Süden bei Florida State und hatte durchaus mit widrigen Umständen zu kämpfen. Schlechtes Quarterback Play, schlechte O-Line (wenn auch verbessert in 2019) und mittelmäßige Receiver. Da sind zwei 1.000 Yards Saisons gar nicht so schlecht. Er war 2017 einer der Top-RB Recruits und brach in...

    Jonathan Taylor

    Jonathan Taylor kommt von einer Lauflastigen College Offense in den Draft. Obwohl er der zentrale Punkt der Offense wahr (und damit von den Defenses Priorität bekam), konnte er unfassbare Zahlen auflegen. Zwei mal in Folge die meisten Rushing Yards, Touchdowns und Plays from Scrimmage in der Big Ten und nur...

    D’Andre Swift

    D’Andre Swift spielte von 2017-2019 bei Georgia und hatte zu letzt Jake Fromm als Quarterback. Er spielte dabei in den letzten drei Jahren hinter einer Top-3 College O-Line, was eine Erklärung für die starken Rushing Zahlen der letzten Jahre ist. Sei es 2017 mit Nick Chubb und Sony Michel oder...

    Michael Pittman Jr.

    Michael Pittman Jr., Sohn des ehemaligen NFL Running Backs Michael Pittman, reihte sich bei USC in eine Liste mit prominenten Receivern ein. Namen wie Marqise Lee, JuJu Smith-Schuster, Robert Woods, Mike Williams und Nelson Agholor sind in in der All-Time Receiving Liste zu finden. Auch wenn Pittmans Production nur für...

    Clyde Edwards-Helaire

    Ein weitere Spieler aus der LSU Rekord-Offense ist Clyde Edwards-Helaire. Nach Joe Burrow und Justin Jefferson geht also auch der Leadback der Tigers in den Draft 2020. Trotz der hohen Passing Statistiken konnte CEH sich in seiner Junior Season mit knapp 1.500 Rushing Yards und 1.800 Total Yards in den...

    Joe Burrow

    Joe Burrow ist der allgemein als 1st Overall Pick gehandelte Spieler in dieser Draftklasse. Das liegt vor allem daran, dass er sein Senior Year mehr als gut genutzt hat, sich die Draftboards hochzuspielen. Am Ende konnte er sogar das hoch angesehene Heisman Voting zum besten College Spieler für sich entscheiden....