DeVonta Smith
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DeVonta Smith

WR, Alabama

Slot-Receiver

Der Slot Receiver (auch Y-Receiver) stellt sich vor dem Snap zwischen Offensive Line und Outside Receiver auf (abseits der Line of Scrimmage). Die Position wird in der "modernen" NFL immer wichtiger und zeichnet sich vor alle durch Explosivität und Agilität aus. Die Spieler sind meistens etwas kleiner, können aber eine Menge einstecken, da sie meistens dort arbeiten, wo am meisten los ist: in der Mitte des Feldes. Die Spieler bekommen den Ball oft im freien Raum und sollten in der Lage sein, diesen zu nutzen und Yards after Catch zu erlaufen. Aktuelles Beispiel: Jamison Crowder, NYJ

Z-Receiver

Der Z-Receiver steht vor dem Snap auf der Seite, wo auch der Tigh End steht. Allerdings steht er nicht an der Line of Scrimmage, damit der Tight End ein eligable Receiver ist. Er muss physisch nicht so überlegen wie der X-Receiver sein, sollte aber dennoch ein breites Skillset mitbringen. Er wird unter anderem als Blocker eingesetzt, aber auch als versatiler Route Runner über das gesamte Feld. Er sollte also durchaus explosiv und agil sein, um sich Separation zu verschaffen. Dafür wird er nicht so oft mit Press- oder Double Coverage zu tun bekommen. Aktuelles Beispiel: Calvin Ridley, ATL

Devonta Smith ist das nächste große Alabama Receiver Talent, das in die NFL wechselt. Er knackte während seiner Zeit bei der Crimson Tide nahezu alle Schulrekorde. So reiht er sich in Sachen Receiving Yards und Touchdowns vor Spielern wie Amari Cooper, Julio Jones, Calvin Ridley und zuletzt Jerry Jeudy.

Er hält außerdem die Single Game Rekorde für die meisten Receptions (15), Receiving Yards (274) und Receiving Touchdowns (5).

2020 stellte er in der NCAA die meisten Receptions, Receiving Yards, Receiving Touchdowns und Punt Return Yards. Zudem gewann er als erster Wide Receiver seit 1998 die Heisman Trophäe.

1.5
1.5

College Stats

Teams mit Positions Need


Analyse

  • Seine Stärken

    • Hands
    • Release
    • Route Running
    • Catchradius

    Seine Schwächen

    • Physis
    • Blocking
  • Einschätzung von Jakob

    Bei Schema FF wirst du mit Podcasts rund um die NFL auf dem Laufenden gehalten. zur S2F Website

    Release
    DeVonta Smith wurde bei Albama an der gesamten LOS eingesetzt. Ob Outside, im Slot oder in Motion – Smith glänzte aus allen Positionen. Er ist ein sehr quicker und agiler Spieler, der das beim Release sehr zu nutzen weiß. Mit seinem Footwork und überdurchschnittlichen Technik gewinnt er immer wieder gegen Off- und Press-Coverage bzw. bekommt Leverage auf seinen Routes. Was mir etwas fehlt ist der Einsatz seiner Hände. Sei es gegen Press an der Line oder am Stem in der Route – Smith regelt diese Duelle nahezu immer über Footwork und Technik. Das kann in der NFL gegen physische Defender problematisch sein – ist aber auch lernbar.

    Route Running
    Smith ist den kompletten Route Tree gelaufen und zeigte auch hier überdurchschnittliche Technik. Er lief double move Routes und zeigte in seinen Routes einige Bewegungen, die nicht selbstverständlich im College sind. Seine Cuts könnten mitunter etwas präziser kommen, aber durch seine quickness kommen die Breaks meistens sehr explosiv und er kann, ohne groß an Momentum zu verlieren, die Routes fortsetzen.

    Das führt dazu, dass er Separation sehr gut selbst kreieren kann. Besonders auf Crossing Routes schafft er es sehr gut, Leverage zu bekommen und den Defender zu schlagen. Auch in Sachen Ball Tracking gehört Smith zu den besten der Klasse. Seine Adjustments zum Ball sind, vor allem in Kombination mit seinen anderen Stärken, sehr gut.

    Hände
    Eine ganz große Stärke von DeVonta Smith sind seine Hände. Drops sieht man von ihm sehr, sehr selten und seine Technik ist (fast) makellos. Selten neigt er auch mal zu Body Catches. Er kann Bälle auch in Contested Situationen locker festhalten.

    Contested Catches
    Für seinen Frame spielt Smith unglaublich dominant am Catchpoint. Zwar bemängel ich auch hier etwas seinen fehlenden Handeinsatz, aber wenn es darum geht den Ball zu attackieren und um 50/50 Bälle zu kämpfen, ist er kaum zu schlagen. Sein Catchradius ist größer als er scheint und seine Körperbeherrschung unglaublich. Er schafft es immer wieder, nahe der Sideline einen überworfenen Ball zu sichern und mindestens ein Bein in bounds zu kriegen. Alle Punkte manifestieren sich in seinem 4th Quarter TD gegen Georgia.

    Yards after Catch
    In Sachen Speed braucht sich Smith ebenfalls nicht verstecken. Er explodiert am Release und schafft es, den Speed durch die Route aufrecht zu halten. Er kann seine Routes gut timen und sich den Defender zurechtlegen bzw. diesen so zu manipulieren, dass er ihn schlagen kann. Auch im 2nd Level hat er den breakaway Speed um die Big Plays zu maximieren. Smith schafft es konstant, Yards after Catch zu erzielen. Durch seine Wendigkeit kann er Armtackles locker ausweichen und den Verteidigern die Winkel nehmen. Seine Beine sind immer in Bewegung und nach einem Tackle fällt Smith in der Regel nach vorn. Zwischen den Tackles kann er sich sehr dünn machen und so für extra Yards sorgen. So läppern sich seine YAC konstant nach oben.

    Herausragend sind auch seine Transition nach dem Catch und seine Vision im Feld. Das kam ihm 2020 auch als Punt Returner zugute.

    Power
    Die Physis von Smith ist wohl seine größte Schwäche und sorgt auch für die meisten Fragezeichen, was seinen Erfolg in der NFL betrifft. Er ist dünn wie ein Zahnstocher und ihm fehlt die Masse, um physisch dominant zu sein. Eventuell kann er noch ein paar Kilos zulegen, was vermutlich durchaus möglich wäre. Nichtsdestotrotz spielt Smith ohne Angst und scheut sich nicht vor Tackles. Er hat ein gutes Padlevel und geht auch in den direkten Kontakt.

    Blocking
    Seine fehlende Pyhsis fällt aber vor allem beim Blocken auf. Gefühlt war er zu Beginn der Saison öfter in blocking-Situationen als am Ende der Saison – und das mit gutem Grund. Er wird teilweise richtig dominiert und sieht keinen Stich. Auch fehlt ihm manchmal der Effort, besonders im 2nd Level, um einen Block zu setzen oder verliert die Orientierung. Entweder hält er ihn zu kurz oder geht gar nicht hin. Zum Ende der Saison wurde das besser – vor allem in Sachen Effort.

    Team Fits
    Smith ist für mich kein X-Receiver in der NFL. Ich sehe ihn als einen Y oder Z-Receiver, der neben einem, vorzugsweise dominanten, X-Receiver sein volle potential abrufen kann. In einem System mit viel Motion und Crossing Routes könnte er zu einer tragenden Stütze in einer Offense werden.

    Beste Eigenschaft: Hände
    Schlechteste Eigenschaft: Physis


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