Ja’Marr Chase
Auf dieser Seite

Ja’Marr Chase

WR, LSU

X-Receiver

Der X-Receiver wird umgangssprachlich auch als Nummer 1 Receiver bezeichnet. Er steht vor dem Snap ganz außen an der Line of Scrimmage. Meist auf der Seite der Spielfeldes, wo nicht der Tight End steht. Er ist der beste Receiver im Team, ist groß, stark und schnell. Er zieht mitunter Double Coverage auf sich, muss also physisch dominant sein, um die Duelle gegen die Verteidiger zu gewinnen. Er sollte einen sehr guten Release sowie eine präzise Fußarbeit haben, um sich Separation zu verschaffen. Auf der anderen Seite muss er aber auch Contested Catches fangen können. Aktuelles Beispiel: DeAndre Hopkins, ARI

Slot-Receiver

Der Slot Receiver (auch Y-Receiver) stellt sich vor dem Snap zwischen Offensive Line und Outside Receiver auf (abseits der Line of Scrimmage). Die Position wird in der "modernen" NFL immer wichtiger und zeichnet sich vor alle durch Explosivität und Agilität aus. Die Spieler sind meistens etwas kleiner, können aber eine Menge einstecken, da sie meistens dort arbeiten, wo am meisten los ist: in der Mitte des Feldes. Die Spieler bekommen den Ball oft im freien Raum und sollten in der Lage sein, diesen zu nutzen und Yards after Catch zu erlaufen. Aktuelles Beispiel: Jamison Crowder, NYJ

Ja’Marr Chase spielte zwei Seasons bei den LSU Tigers und stand 2019 u.a. mit Joe Burrow, CEH und Rekord-Rookie Justin Jefferson auf dem Platz. Schon damals galt er als der beste Receiver im College Football und wurde dafür mit dem Fred Biletnikoff Award ausgezeichnet.
Die 2020er Saison setzte er auf Grund von Covid19 aus, gilt für viele jedoch als klarer, noher 1st Round Pick.

2019 konnte er die meisten Receiving Yards, Yards per Reception und Touchdowns in der SEC verbuchen. Sowohl die Receiving Yards als auch die Touchdowns stellen zudem einen neuen LSU Rekord.

1.4
1.4

College Stats

Teams mit Positions Need


Analyse

  • Seine Stärken

    • Route Running
    • Contested Catches
    • Separation am Catchpoint
    • Ball Tracking

    Seine Schwächen

    • Blocking
    • Athletik/Elusiveness
  • Einschätzung von Jakob

    Bei Schema FF wirst du mit Podcasts rund um die NFL auf dem Laufenden gehalten. zur S2F Website

    Release

    Chase hatte bei LSU eine klare Rolle – die des Outside Receivers. Er wurde auf beiden Seiten des Feldes eingesetzt und ist auch ein paar Routes aus dem Slot heraus gelaufen.

    Gegen Press Coverage zeigt Chase durchaus erfolgreich seine Handtechnik. Gegen physische Press Coverage hat er aber immer mal wieder Probleme und schafft es nicht, sich  konstant vom Kontakt des Gegners zu lösen. Das kann auch daran liegen, dass er seine Hände im Stance sehr weit unten hat. Insgesamt braucht er manchmal etwas lange, um in seine Route zu kommen.

    Anders sieht es bei seinem Footwork aus – mit diesem kann er jeden Gegner überrumpeln und schon direkt an der Line stehen lassen.

    Route Running

    Route Running ist eine der Stärken von Chase. Aufgrund seiner Rolle in der Offense ist er hauptsächlich Slants, Go, Post/Corner und Comeback Routes gelaufen. Dabei gelingt es ihm immer wieder, erstaunlich viel Separation zu generieren. Das beginnt am Release, er schafft es aber auch durch Cuts.

    Sein größtes Problem beim Route Running ist die fehlende Elusiveness. Seine Cuts sind nicht besonders explosiv oder hart, weshalb ihm bei starken Richtungswechseln durchaus Momentum verloren geht. Er hat meistens aber genug Qualität, um den Catch trotzdem zu machen.

    Chase ist für seinen QB auch bei Scramble Drills eine große HIlfe, da er freie Räume findet und zum QB arbeitet.

    Contested Catches

    Chases ganz große Stärke ist aber der Catchpoint, an dem er den meisten Defendern überlegen ist. Sei es im Handfight kurz vor dem Catch oder durch Adjustments –  sein elite Ball-tracking und sein großer Catchradius verschaffen ihm immer einen Vorteil.

    Er kann Defender regelrecht ausboxen, ihnen die Bälle aus den Fingern reißen und sich so eine Menge 50/50 Bälle erkämpfen. Auch durch Kontakt hindurch hat er sichere Hände.

    Zwar hat er ein paar unnötige Drops gehabt, zeigt dafür in anderen Situationen aber immer wieder Kraft und Sicherheit.

    Yards after Catch

    Yards after Catch sind bei Chase eher durchwachsen. Bekommt er den Ball in einer guten Position, hat er sowohl die Vision als auch die Geschwindigkeit aus dem Play ein Touchdown zu machen. Er kann den Defendern die Winkel nehmen und ist mit Armtacklen kaum zu Boden zu bringen. Allerdings sind YAC keine Konstante in seinem Spiel. Wie schon geschrieben fehlt im die Elusiveness um Verteidiger im 1 vs 1 zu schlagen und auch Tackles brechen ist nicht seine größte Stärke.

    Power

    Chase versucht zwar sein bestes, um seine Füße in Bewegung zu halten und die Yards zu maximieren, ist physisch aber oft unterlegen. Es wird durch keine Defender durchlaufen können.

    Blocking

    Die größte Schwäche von Chase sehe ich im Blocking. Chase wirkt teilweise unmotiviert und verbaut seinen Teammates größere Raumgewinne. Entweder verpasst er Blocks komplett oder geht sie halbherzig an, so dass sich sein Gegner zu früh von ihm lösen kann. Dabei gibt es durchaus Situationen, in denen er zeigt, dass er es eigentlich kann. Hier muss er konstanter werden, wenn er möglichst viel Spielzeit bekommen möchte.

    Team Fits

    Chase kann sowohl als Outside als auch als Slot Receiver eingesetzt werden und kann vermutlich jedem Team mit Receiver Need helfen. Er hat das Potential der WR1 eines Teams zu werden, hat aber klare Baustellen, an denen er arbeiten muss.

    Einen kleinen Malus gibt es von mir außerdem dafür, dass er ein Jahr kein Football gespielt hat.

    Beste Eigenschaft: Contested Catches
    Schlechteste Eigenschaft: Blocking


Videos