Amon-Ra St. Brown
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Amon-Ra St. Brown

WR, USC

Slot-Receiver

Der Slot Receiver (auch Y-Receiver) stellt sich vor dem Snap zwischen Offensive Line und Outside Receiver auf (abseits der Line of Scrimmage). Die Position wird in der "modernen" NFL immer wichtiger und zeichnet sich vor alle durch Explosivität und Agilität aus. Die Spieler sind meistens etwas kleiner, können aber eine Menge einstecken, da sie meistens dort arbeiten, wo am meisten los ist: in der Mitte des Feldes. Die Spieler bekommen den Ball oft im freien Raum und sollten in der Lage sein, diesen zu nutzen und Yards after Catch zu erlaufen. Aktuelles Beispiel: Jamison Crowder, NYJ

Z-Receiver

Der Z-Receiver steht vor dem Snap auf der Seite, wo auch der Tigh End steht. Allerdings steht er nicht an der Line of Scrimmage, damit der Tight End ein eligable Receiver ist. Er muss physisch nicht so überlegen wie der X-Receiver sein, sollte aber dennoch ein breites Skillset mitbringen. Er wird unter anderem als Blocker eingesetzt, aber auch als versatiler Route Runner über das gesamte Feld. Er sollte also durchaus explosiv und agil sein, um sich Separation zu verschaffen. Dafür wird er nicht so oft mit Press- oder Double Coverage zu tun bekommen. Aktuelles Beispiel: Calvin Ridley, ATL

Possession Receiver

Possession Receiver sind die Safety Blankets für den Quarterback. Auf ihn ist immer verlass, wenn es darum geht ein neues First Down zu erzielen. Von diesem Spielertyp sieht man wenige Drops, aber auch weniger Highlight Plays, wie zum Beispiel lange Runs nach dem Catch. Je nach Offense und Quarterback, können das sowohl Outside, als auch Slot Receiver oder sogar Tight Ends sein. Hier geht es also eher um Fähigkeiten als um die Feldposition. Aktuelles Beispiel: Michael Thomas, NOS

Amon-Ra St. Brown ist nach Equanimeous (Packers) der zweite von drei Brüdern, der den Sprung in die NFL versucht. Er war ein 5-Star Recruit und hatte Angebote von über 20 Colleges (darunter u.a. auch Alabama, Ole Miss und Florida). Letztlich entschied er sich aber gegen die SEC und für die USC Trojans. Er fing bereits als Freshman die mit Abstand meisten Bälle seines Teams und hatte nur 8 Yds weniger Receiving Yards als Michael Pittman. Er wurde zum Pac-12 Conference Offensive Player of the Year ehe er in seiner Sophomore Season die 1.000 Yards knackte und wieder zweit bester Receiver im Team war.

In der verkürzten Saison 2020 konnte er nicht ganz an seine starke zweite Saison anknüpfen, erzielte aber immerhin die meisten Receiving TDs in der Pac-12. Besonder in Erinnerung bleibt das Spiel gegen Washington State, in dem er 4 TDs im ersten Viertel fing und damit einige Rekorde knackte (NCAA Rekord für die meisten TDs in einem Viertel und den PAC-12 und USC Rekord für die meisten TDs in einem Spiel).

Draftklasse 2021

Detroit Lions Logo
4.5
4.5
4.5

College Stats

Teams mit Positions Need


Analyse

  • Seine Stärken

    • Hands
    • Route Running
    • Blocking

    Seine Schwächen

    • Explosiveness
    • Yards after Catch
    • Power
  • Einschätzung von Jakob

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    Release
    Während St. Brown 2019 nahezu ausschließlich aus dem Slot heraus spielte, wurde er 2020 eher outside aufgestellt, war aber erstaunlich wenig gegen Press Coverage gefordert. Wenn man ihn mal gegen Press sieht, zeigte er sehr gute Ansätze. Zum Beispiel gute Balance und okayen Einsatz seiner Hände gegen einen physischen Corner.

    Im Vergleich zu 2019 hat sich St. Browns Get-Off verändert. Zuletzt stand er wesentlich aufrechter an der Line, hatte dadurch aber auch einen etwas unsauberen Release. Teilweise kommt der erste Schritt vom hinteren Fuß, was eigentlich nicht der Fall sein sollte.

    Leider wirkt St. Brown am Release nicht immer sonderlich explosiv.

    Route Running
    Ich würde St. Browns Route Tree als durchschnittlich beschreiben. Ganz viele Bälle gingen in die Flat, über Slants oder Intermediate Out/Corner Routes.

    Im Route Running zeigt er immer mal wieder gute Ansätze, ist insgesamt aber zu eindimensional. Man sieht häufig die gleichen Bewegungsabläufe, die ihm zwar Separation ermöglichen, ihn aber berechenbar machen. Das Potential zu mehr Varianz ist vorhanden, auch wenn er manchmal nicht ganz bei der Sache ist.

    St. Brown schafft es nicht konstant sich viel Separation zu erarbeiten, kann das manchmal aber durch eine gute Fangtechnik kompensieren.

    Receiving
    Eine ganz große Stärke von St. Brown ist seine Fangtechnik. Er attackiert so gut wie jeden Ball mit den Händen und versucht den Prozess sauber abzuschließen. Leider schleichen sich zu oft Konzentrationsfehler ein, die den ein oder anderen fallengelassenen Ball zur Folge haben.

    St. Browns Hände sind auch ziemlich stark, so machen ihn Catches durch Kontakt keine Probleme und auch Contested Catches kann er problemlos sichern. Sein gutes Ball Tracking, seine Physis und seine Attack helfen ihm dabei. Auch bei Deep Balls zeigte St. Brown schon gutes Ball Tracking und spektakuläre Catches.

    Manchmal stimmen seine Adjustments nicht ganz.

    Yards after Catch
    Die größte Gefahr nach dem Catch geht bei St. Brown bei Screens aus. Ansonsten wirkt er relativ ungefährlich – zumindest was Big Plays angeht. Er hat eine gute Transition und Vision, allerdings fehlt es ihm an Elusiveness und Speed. Er kämpft um die kleinen Yards und hat durchaus auch schon ein paar Tackles gebrochen.

    Power/Physis
    St. Browns Power ist nichts, wo vor sich Defender fürchten müssen. Allerding scheut er sich auch nicht, den Kontakt aufzunehmen. Er wird aber kaum ein direktes 1 vs 1 gewinnen oder gar den Pile nach vorne bewegen.

    Blocking
    Die fehlende Power erkennt man auch im Blocking. Er wird durchaus auch mal komplett überrannt oder kann den Block nicht lang genug halten. Allerdings sieht man auch in diesem Bereich einiges Gutes. Vor allem sein Effort, auch im 2nd Level, ist zu loben.

    Team Fits
    Wie ihr lesen könnt, bringt Amon-Ra St. Brown viel gutes mit. Allerdings bringt er das entweder zu inkonstant aufs Feld, oder ist nicht dominant genug, um es ihm als wirkliche Stärke auszulegen. Für den Slot ist er mir nicht explosiv genug und für Outside kreiert er nicht genug Separation. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich Amon-Ra entwickeln wird. Für mich ist er ein Ergänzungsspieler, der vor allem als Possession Receiver zum Einsatz kommen wird. Also nah am 1st Down oder auch als Red Zone Target. Allerdings sollte er nicht als Day 1 Starter eingeplant werden.


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